Ein Buch wovon ich abraten möchte:

Hierbei handelt es sich nicht um ein Atemtherapiebuch, so wie es praktiziert wird, sondern um eine Art forciertes Atmen, was zu Hyperventilation führt und ganz einfach gefährlich ist! Wenn man aufgrund des Buches diesen Selbstversuch startet, kann das Böse enden und ob ich den ganzen Hokuspokus glauben möchte, nein eher nicht …

Achtsamkeit …

… praktiziere ich ja nun schon ein paar Jahre. Aus der Bib ist mir dieses Buch in den Schoss gefallen, welches ganz gute Anleitungen und auch sonstige Ratschläge beinhaltet. Wer der Hektik entkommen möchte und ein wenig mehr im Hier und Jetzt verweilen, dem ich empfehle ich dieses schmale Büchlein. Denn es sind mehr als nur ein paar Tipps, wie man seine Umwelt besser wahrnehmen kann, es versucht auch aus engen Situationen das Beste zu machen – annehmen, spüren, anders bewerten … Als Einstieg in die Achtsamkeit!

Stoner – John Williams

Nur ein paar Gedanken von mir zum Buch, zu Stoner …

Sprachlich war das Buch der reine Genuss – ich habe mir extra sehr viel Zeit genommen das Buch auszukosten. Eigentlich war die Sprache schlicht, aber die Beschreibungen und kleinen Andeutungen haben jede Situation lebendig gemacht (dies allerdings nur zum Protagonisten bezogen, andere Figuren blieben da doch grau, unbeleuchtet), von der ersten Seite habe ich eine tiefe Atmosphäre empfunden und war ganz dicht beim Helden. Ein Mensch wie du und ich, in dem sich jeder wieder finden kann und dem man das Glück wünscht, aus dem Trott des Alltags heraus zu kommen. Der allerdings genauso gefesselt in seinen Entscheidungen steckt, als dass er diesen Schritt wagt. Er versucht sein Schicksal dennoch so gut wie eben nur möglich anzunehmen.

Gott sei Dank hat dieser Stoner zumindest seine große Liebe entdeckt, und ist dieser auch nachgegangen! Unvorstellbar wenn er weiterhin Agrarwirtschaft studiert hätte … Die Literatur trägt ihn so durchs Leben.

Das war ein wunderschönes Buch!

Bei mir dreht es sich wieder einmal um …

… die Manns. Und der gleichnamige Film „Die Manns“ hat mich vor Jahren schon sehr mitgenommen, mein Wissen über Thomas Mann beruhte auf diese Biographie „Deutscher und Weltbürger“ – eine sehr ruhige, fast distanzierte Biographie über den Zauberer, den Prater in meiner Erinnerung nie so nannte, also nie richtig persönlich wurde. Es dreht sich wirklich vielmehr um das Werk und Schaffen. Natürlich kommen auch die „kleinen“ Familientragödien vor, stehen aber nie im Mittelpunkt. In welcher Familie gibt es keine?

Erst bei Klaus Manns „Wendepunkt“ habe ich arge Familienprobleme entdeckt, allerdings auch vom Zauberer gelesen, der den kleinen Nachts die Angst nahm, und nicht nur ein Tyrann war.

Jetzt lese ich über Michael Mann von Michael Degen, eine fiktive Biographie über Bibi, die sich auf die Tagebücher von Thomas Mann stützt. Wie im Film schockiert mich der Drogenkonsum insbesondere von Klaus und Erika, wie Katia Mann mit den Kleineren umgeht und den Zauberer immer den Vortritt gibt. Wie alleine und verlassen eigentlich alle seine Kinder sind, und mit dieser Erkenntnis der zweiten, wenn nicht gar dritten Geige, ihr Dasein fristen.

Vor mir steht noch eine Bio über Katia Mann, die ich wohl als nächstes lese – mal schauen ob ich auch ihre Sicht vermittelt bekomme?

Krümels Lektüre …

… zieht sich wie Gummi. Und zum Glück lese ich nicht alleine, denn alleine hätte ich das Buch nie und nimmer zuende gebracht! Ich weiß auch nicht, warum ich immer mal wieder zu einem längeren Dosto greife, die kurzen Dinge von ihm sind ja klasse, aber seine Schinken, sind im wahrsten Sinne des Wortes zähe Schinken! Jetzt bin ich mit den „Brüdern“ fast durch, und es bahnt sich auch ein Ende an, welches durchaus sehr tiefsinnig und für mich sehr klug ist … ABER – aber 500 bis 600 Seiten hätte der Mann sich dann sparen können! Und das finde ich dann einfach nicht mehr witzig! 😈

Ich lese jetzt die letzten 200 Seiten und warte mal ab, was sich da noch so entpuppt – aber ich denke, ich kann das Buch nicht wirklich weiterempfehlen. Auch denke ich, dass ich keinen Dosto mehr lesen werde, die schöne Ausgabe von Manesse „Schuld und Sühne“, die hier im Regal steht, wird ins Nirwana der ungelesenen Bücher eingehen.

Weiterhin hoffe ich, dass mein Tal der Leseunlust bald durchschritten ist, und ich wieder Lust und Laune nach Büchern empfinde – ansonsten klappern weiter die Nadeln! :mrgreen:

Bis bald dann

So, jetzt hat es mich …

… doch erwischt!

Ich habe das Buch beiseite gelegt, weil es mich gar nicht mehr erreichen konnte – hatte wohl das Geplätschere über – denn das ist die größte Hürde an dem Buch! Tausend kleine Schnipsel, Zeitsprünge innerhalb von 100 Jahren, viele Figuren, aber keine Geschichte. Wenn einmal ein paar Kapitel hintereinander zusammenhängen, dann liest man sie auch am Stück, ansonsten ist es ein bloßer Zettelkasten, der bei meiner Leseunlust mit der Zeit nicht gut ankam!

Jetzt versuche ich mich weiter mit Max Frisch seine Tagebücher waren dran!

Ganz langsam …

… komme ich voran – wobei das nicht am Buch liegt, sondern an mangelnder Zeit und Leseunlust!

Ich habe jetzt das erste Drittel des Buches gelesen – der Leser erfährt viel über die Geschichte des Osmanischen Reiches, Zeiten in denen Juden, Christen und Moslems gut nebeneinander leben konnten – bis dann die Russen gegen Türken zogen, die Christen gegen Juden und den Islam. Doch das ist nur ein Teil vom Buch, meist spielt das Buch Anfang der 20 er Jahre in Anatolien, als Griechen und Türken noch gute Nachbarn waren … Es ähnelt einer Erzählung aus „1001 Nacht“ mit Anekdoten und anderen Ausschweifungen, kleinen Geschichten meist über Land und Leute. Das Grauen kommt auch vor, aber doch hinter bedeckter Hand. Mir gefällt das Buch weiterhin!

Berniéres – Traum aus Stein und Federn

Hah, warum das Buch so heißt – kann ich mir schon denken 😉

Ein einem atemberaubenden epischen Roman macht Louis de Bernières eine vergessene Stadt im Südwesten Anatoliens zur Mitte der Welt. Mit schillernden Farben erschafft er einen Kosmos, in dem vor 100 Jahren Türken und Griechen, Christen und Muslime in Frieden nebeneinander lebten. Louis de Bernières lässt Iskander den Töpfer auftreten, dessen skurrilen Sprichworte als weise gelten, Georgio den Händler, der sein Glück sucht und einen Brunnen stiftet, Rustem Bey, der osmanische Landbesitzer, der eine Frau verliert und in Istanbul eine Mätresse findet, und schließlich die schöne Philotei, an deren Liebe zu Ibrahim sich die Stadt entzweit. (Klappentext)

Wenn man nicht erwartet, dass das Buch spannend und mit viel Handlung geschmückt ist, wenn man sich auf ein fließendes Lesen einlässt und die Eindrücke der fremden Welt aufnimmt und zu einem inneren Bild formt – dann liest sich das Buch sehr gut! Ansonsten würde man womöglich ein schleppendes Buch in der Hand halten und es beiseite legen (was mir durchaus auch noch geschehen kann, denn ich bin ja auch ein Unruhegeist und sehr ungeduldig, aber beim Lesen kann ich mich oft zurückhalten).

Ein Buch gespickt von Lebensweisheiten:

Es kommt ein Punkt im Leben, wo jeder Überlebende sich fühlt wie ein Gespenst, das versäumt hat, im rechten Augenblick zu sterben, und gewiss waren die meisten von uns in jungen Jahren amüsanter.

Der Mensch ist ein Vogel ohne Flügel […] und ein Vogel ist ein Mensch ohne Sorgen.

 

 

Lektüre

Da ich in der letzten Zeit merke, dass mir das Schreiben über ein gelesenes Buch, überhaupt keinen Spaß mehr bereitet (vielleicht legt sich das irgendwann mal wieder); habe ich beschlossen mehr über die Lektüre zu schreiben. Denn so kann ich auch meine Abbrüche (und davon gibt es in der letzten Zeit sehr viele) erwähnen, oder lapidar berichten, dass mir ein Buch nicht gefallen hat, ganz subjektiv und nicht in der Tiefe …

So beispielsweise nun „Das Augenspiel“ von Canetti. Klar es erhielt immer noch gute drei Sterne, da es informativ war, es ist also kein schlechtes Buch, aber mir persönlich fehlte immer mehr das Persönliche in dieser autobiographischen Reihe. Im ersten Band war es der Schluss, der zweite war vermehrt unpersönlich und im dritten vermisste ich das Familiäre und Persönliche gänzlich, was gerade in einer Autobiographie (meiner Meinung nach) im Mittelpunkt stehen sollte.