Menschen und Interessen …

Menschen und Interessen ändern sich, nichts bleibt wie es war und ist, alles ist in Bewegung – und d`rum wird aus dieses bücherlastige Blog ein Handarbeitsblog. Das Literaturblog verabschiedet sich bis auf Weiteres, es war eine schöne Zeit. Tschüssi, euer Krümel *wink*

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Leutenegger – Panischer Frühling

Das ist nun schon das zweite Mal, dass mich dieses Buch nicht bei der Stange halten kann. Ich habe es derzeit im Urlaub versucht, und bin nur wenige Seiten gekommen. Nun habe ich es wieder probiert, ich bin sogar etwas weiter gekommen, aber an den (für mich) belanglosen Gedanken, dieser Frau (ich denke es ist eine Frau, Gedanken und Handlungen sprechen dafür), an das Umher-irren in London als damals der Vulkanausbruch den Flugverkehr lahmlegte, und sie höchstwahrscheinlich in London „gefangen“ gehalten wurde, konnte mich nicht fesseln, es floss an mir vorbei, so dass ich am nächsten Tag – als ich das Buch erneut zur Hand nahm – feststellen musste, es ist nichts hängen geblieben! Ich las dennoch weiter und bemerkte dann beim Lesen, dass mich diese zwanglosen Begebenheiten ohne Sinn zu eigenen Gedanken brachte, die ich permanent im Kopf hatte und schon nach kurzer Zeit eher mein Leben an mir vorbei rieselte und der Inhalt des Buches mich nicht erreichte. So las ich dann noch ein paar Seiten quer, das Nichts-sagende der Erzählung war auf jeder präsent, und klappte das Buch zu. „Das war es …“ Vielleicht kein schlechtes Buch, aber es lief völlig an mir vorüber ohne irgendwelche Eindrücke zu hinterlassen.

So, jetzt hat es mich …

… doch erwischt!

Ich habe das Buch beiseite gelegt, weil es mich gar nicht mehr erreichen konnte – hatte wohl das Geplätschere über – denn das ist die größte Hürde an dem Buch! Tausend kleine Schnipsel, Zeitsprünge innerhalb von 100 Jahren, viele Figuren, aber keine Geschichte. Wenn einmal ein paar Kapitel hintereinander zusammenhängen, dann liest man sie auch am Stück, ansonsten ist es ein bloßer Zettelkasten, der bei meiner Leseunlust mit der Zeit nicht gut ankam!

Jetzt versuche ich mich weiter mit Max Frisch seine Tagebücher waren dran!

„Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ von Joachim Meyerhoff

Ein Episoden-Roman!

Der junge Held des Romans wächst auf dem Gelände einer psychiatrischen Klinik für Kinder und Jugendliche auf, da sein Vater der Chefarzt ist. Ihr Wohnhaus steht mittig im Klinikzentrum, sie sind quasi umzingelt von Verrückten. Und das ist eigentlich der Tenor dieser Geschichte.

Der Ich-Erzähler, er geht gerade zur Grundschule, schildert eine kuriose Episode nach der anderen: von den Bekloppten, vom hohen Besuch, die dann die Insassen kennen lernen, von Glockenträgern, Lacher am laufenden Band …

Doch so unterhaltsam das die ersten 100 bis 150 Seiten ist, nach 200 Seiten war bei mir die Luft raus, ich hatte absolut keine Lust mehr auf diesen flachen Humor, und habe das Buch beiseite gelegt!

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, ist seit 2005 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seinen Debütroman wurde er mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis 2011 und dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet.

Kiepenheuer & Witsch, Köln 2013

ISBN: 978-3-462-04516-1

Erster Satz und mehr …

„Unter dem Deich“ von Maarten ´t Hart

Lassen Sie uns ein Paradies besuchen.

Rückblick der Woche:

Wolfgang´s literarischer Blog bietet fast jede Woche sehr interessante Artikel und erweitert damit meinen literarischen Horizont. Dankeschön!

Auch diese Woche wurde ich vom Skizzenbuch Blog beschenkt, ich finde ja immer, das muss ich doch mal rauslassen, Roswithas Skizzen sind im Grunde viel zu schade für Moleskine Einträge, die gehören an die Wand 😉

Karthause und danares verwöhnen uns wieder mit aussagefähigen Buchbesprechung.

Und seit Kurzem erfreut mich Benn Werderwill mit tollen Gedichten.

„Die Abenteuer des Joel Spazierer“ von Michael Köhlmeier

Nun habe ich knapp 200 Seiten gelesen, und komme einfach mit dem Buch nicht zusammen. Mein Problem ist einfach, dass ich den Zusammenhang zwischen dem was Joel tut und dem was ihm widerfahren ist nicht zusammen bringe. Für mich entsteht keine höhere Ebene, die als Erklärung dienlich sein könnte. Er ist nicht missbraucht worden, folglich ist dieser Konflikt, oder Auslöser für sein Verhalten inhaltslos und aus diesem Grund kann ich mit der Handlung nichts anfangen, sie interessiert mich schlichtweg nicht. Da schließe ich mich den Rezensenten Martin Halter und Andreas Breitenstein an. (Perlentaucher)

„Sturm“ von Nickolas Shakespeare …

… hat mich nicht bei der Stange gehalten. Ich habe mich dieses Jahr bisher sehr zurück gehalten mit Abbrüchen, doch dieses Buch mag ich nicht! Es zieht mich weder von der Handlung, noch von den Figuren oder vom Stil an – es erreicht mich gar nicht! Drum lasse ich es sein, zumal es über 500 Seiten stark ist 😉