„Die Welt im Kopf“ von Milena Agus


Eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.

Die Handlung spielt sich auch dieses Mal auf Sardinien ab. Ein kleiner Fischerort, der einst ein nobles Pflaster war und in dem heute mehr Zuwanderer leben als Sarden. Dort steht ein alter Palazzo mit drei Wohnungen. Unten wohnt Anna mit ihrer Tochter in der ehemaligen Angestellten Wohnung, mittig lebt die Erzählerin Alice und oben wohnt die Herrschaft mit rundherum Blick auf´s Meer, die Eheleute Johnson.

>>Doch schließlich hatte das Schicksal sie hierhergeführt, in das allerschönste, prunkvollste Gebäude der ganzen Marina, wenn auch zunächst nur in die Dienstbotenwohnung im Souterrain und von dort aus geradewegs in die Wohnung im Obergeschoss.<<

Das ist der Traum von Anna. Es gibt wunderbare Verquickungen innerhalt der drei Parteien, neue Bewohner ziehen hinzu, andere verlassen das Haus. Eine Liebesgeschichte entwickelt sich, eine andere verläuft im Sande. Das Buch liest sich sehr heiter, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck. Vielleicht hätten weniger Kuriositäten, denn manchmal ist eben weniger mehr, dem Buch besser getan. Es bleibt aber eine angenehme Lektüre für Zwischendurch.

Milena Agus wurde in Genua als Kind sardischer Eltern geboren. Heute lebt sie in Cagliari auf Sardinien, wo sie an einer Schule Italienisch und Geschichte unterrichtet. Mit ihrem Roman ›Die Frau im Mond‹ schrieb sie einen Weltbestseller.

Deutscher Taschenbuch Verlag 2013
Übersetzung: Monika Köpfer
ISBN: 978-3-423-28013-6

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