Endlich ist es soweit … !!!

Rohrer & Klingner haben eine wasserfeste Tinte für Füllfederhalter auf den Markt gebracht. DAS lang  Ersehnte ist endlich wahr geworden, nun kann jeder Liebhaber des Lamy-Füllers damit zeichnen, ohne dass die Tinte beim Colorieren wegläuft. Durch Zufall habe ich vor einer Woche wieder einmal recherchiert, ob es keine wasserfeste Tinte für den Lamy gibt – und jetzt gibt es sie!

Ich habe sie vom „Künstlermagazin“ bezogen, und mir auch gleich den Reiniger dazu mitbestellt, falls es doch einmal geschehen sollte, dass die Tinte eintrocknet …

Eben habe ich ein wenig experimentiert – es verläuft nichts!

Das ist die Farbe „Frieda“ ein dunkles Indigo, zu Weihnachten erhalte ich dann noch schwarz und grau.

😀 😀  Ich bin soooo happy!!!  😀 😀

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Reiseskizzen November 2017

Ostsee -Erinnerungen

Wir haben eine Leuchtturm Reise geplant und realisiert, und ich habe fast alle Türme gesehen und visualisiert! Dieser in Westermarkelsdorf musste allerdings farblich dran glauben, da ich blau-grün im Kopf hatte. (Das Dach ist eigentlich rot.)

Ein sehr stürmischer Tag, dafür aber sonnig und kalt – die Blätter flogen …

Bleistiftzeichnungen werden bei mir meist düster – aber Neuland hat ein Licht erhalten …

Mein Mann meint, das sei der Kreml … doch der Leuchtturm in Holtenau hat eben auch ein Zwiebeldachtürmchen …

In Neustadt hat mich dieser Laternenturm stark beeindruckt – wir waren tagsüber dort, doch vor meinem inneren Auge musste es bei Dunkelheit sein …

Diese Tauchkuppel in Grömitz hatte es mir angetan – leider sieht man den Silber-Marker auf dem Bild nicht – die Kuppel glitzert!

Dieser kleine Knubbel musste auch noch sein …

Bücher übers „Zeichnen lernen“

Teil 2

Aus dem Regal habe ich mir das Buch: „Landschaften skizzieren und zeichnen“ aus der Edition Michael Fischer genommen.

Dieses Buch habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gelesen, und war relativ beeindruckt vom Buch. Es beinhaltet massenhaft Theorie, es überschüttet einen förmlich damit (Techniken, Detailstudien, visuelle Ordnung, Schemata, Komposition, Tonwerte, Licht und Schatten, Gestaltung, Perspektive, Zeichenstil). Also wenn einer Theorie sucht, hier wird er bedient. Nur mein Ding ist es nicht, erst einmal ist dieses Buch viel zu klobig, als dass man es mit auf seine Exkursionen nehmen könnte, und wenn man dann an zu skizzieren beginnt, hat man diesen ganzen Ballast eh vergessen und zeichnet. Es ist schön, dass ich das Buch, welches es auch nur noch gebraucht zu kaufen ist, gelesen habe – irgendwas bleicht ja immer hängen; aber Atmosphäre fängt man mit diesem Buch nicht in seine Skizzen ein.

Ich übe derzeit stetig, jeden Tag irgendwelche Zeichnungen, und mit um mit läuft es immer besser …

Bücher über´s „Zeichnen lernen“

Teil I.

  1. TOPP Draußen skizzieren, Schnelles wissen in 30 Minuten von Bernd Klimmer für 9,99 €

Dieses Buch kann ich empfehlen, da Herr Klimmer ohne großes Vorwort und Materialbeschreibungen direkt zu Potte kommt. Denn die Vorlieben zum Material (manche Autoren heben hier auch noch betont spezielle Firmen hervor) entwickelt jeder Zeichner selber.

Ich finde es wesentlich interessanter, wenn man Beispiele gezeigt bekommt wie man welche Stifte, Papiere und Farben  zum Einsatz bringen und welches Ergebnis man damit erzielen kann. Ich persönlich liebe ja meinen Lamy Füller aus Schülerzeiten, da mir der Griff und der Schreibmodus sehr vertraut ist. Aus diesem Grund gehe ich viel selbstbewusster mit dem Füller an eine Zeichnung heran.

 Herr Klimmer gibt zahlreiche Tipps wie man etwas zeichnet, wie man Spannung und Lebendigkeit in die Skizze bekommt, wie man ein Motiv in Szene setzt und bietet auch einen kleinen Exkurs zur  Perspektive, Licht und Schatten sowie andere Methoden, die man zum Zeichnen braucht. Wer das Bedürfnis verspürt, sich schnellst möglich nach draußen zu begeben um zu zeichnen – und auch schon relativ gut zeichnen kann, für diesen Zeichner ist dieses Büchlein ein guter Begleiter. Wer aber noch mit dem Zeichnen an sich hadert, mit seinen Ergebnissen nicht zufrieden ist, dem empfehle ich eher:

  1. Bechtermünz Verlag Garantiert zeichnen lernen, die rechte Gehirnhälfte aktivieren- Gestaltungskräfte freisetzen, Betty Edwards

In diesem Buch geht es von Grund auf, hier lernt man zeichnen! Allerdings auf eine sehr unkonventionelle Art, kein anderes Buch lehrt auf diese Weise – denn hier erfährt man wie das Gehirn arbeitet, wie rechts und links da oben auf unsere Zeichnungen wirken, und wie man die dominante linke Gehirnhälfte, die beim Zeichnen fehl am Platz ist, ausschaltet, um mit der rechten Gehirnhälfte die Proportionen stimmig aufs Papier zu bringen. Ich war überrascht wie gut ich eine Zeichnung von Picasso nachzeichnen konnte, wenn ich die Vorlage sowie meine eigene Zeichnung auf den Kopf stelle. Da man dadurch die Dinge, die man malt, kaum benennen kann und die vorgefertigten Symbole ausfallen, funktioniert es plötzlich mit der Genauigkeit. Völlig überrascht habe ich mein Resultat betrachtet!

ABER – zumindest ist das nun bei mir der Fall; ich und meine linke Gehirnhälfte haben nun nach 100 Seiten keine Lust mehr auf dieses Zeichnen. Da ich in den letzten Tagen kaum noch gezeichnet habe, weil mir momentan die Übungen „zu blöd“ erscheinen, werde ich nun eine Pause einlegen. Ich hoffe, dass ich das Buch nach einer gewissen Zeit wieder zur Hand nehme … Ich lasse es euch wissen.

  1. EMF, Die Kunst des Weglassens im Urban Sketching, Motive erfassen – reduziert zeichnen, Jens Hübner 19,99 €


 Das ist das beste Buch bislang zum Zeichnen lernen, ich habe schon zahlreiche Bücher zum Thema gelesen, die ich auch nach und nach hier vorstellen werde. Dieses Buch geht auch genau in meine Richtung – ich denke, ich möchte Urban Sketcher werden! Denn ich liebe schnelles Zeichnen, mit wenigen Strichen Atmosphäre erzeugen; mit dem Papier und Papierfarben arbeiten, die verschiedensten Stifte ausprobieren, Eintrittskarten mit in die Zeichnung auf zu nehmen, sich einen Stempel setzen lassen – eben die flüchtigen Momente des Lebens mitnehmen, ohne einen Fotoapparat. Quasi Tagebuch führen XL, in Schrift und Skizze.

Herr Hübner legt auch gleich los. Auf jeder Doppelseite sind mindestens zwei Skizzen präsentiert, und eigentlich gibt es wenig Text im Buch, aber man lernt Skizze für Skizze über Techniken und Materialien, man nimmt so viel Input auf, so dass ich mir nun vorgenommen habe, erst einmal das Buch durch zu schauen und zu lesen, alle Anregungen aufzunehmen, und dann zahlreiche Skizzen von Herrn Hübner in meine eigenen Zeichnungen und Vorlagen um zu setzen, alle Papiere, Stifte und Farben, alles einmal ausprobieren.

Was ich schon begonnen habe, sind Studien wie man Krähen malt, Störche, Möwen, Seehunde … gestern habe ich mich an eine Katze gewagt. Ich male täglich kleine Menschen in ein Notizbüchlein. Aber auch das Wetter möchte ich üben: Regen, Nebel, Sturm, Pfützen, auch Spiegelungen im Wasser. Ich bin so angefixt von diesem Buch, dass ich es nur wärmstens weiter empfehlen kann und die kommende kalte Jahreszeit verteufle – da ich direkt loslegen möchte! (Gerne folge ich auch Herrn Hübner bei Instagram und erhalte fast täglich neuen Input.)

Fortsetzung folgt …