Ach, das Blog habe ich aber vernachlässigt …

Mein neues Altpapier-Skizzenbuch selbst gebunden lädt zum Experimentieren ein.

Nasen sollte ich noch üben, aber Portraits finde ich immer wieder interessant!

Dann habe ich mein #Herbstchallenge2018 Skizzenbuch eingeweiht, auf Instagram dürft ihr alle gerne mitmachen. Gemalte oder gezeichnete Bilder die herbstlich sind …

Und meine „Vor Ort“- Skizzen, jetzt wo das Wetter wieder angenehmer wird und ist, werde ich fortsetzen …

 

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Das ist wieder dazu gekommen:

Einen Zweig aus dem Garten gezeichnet, allerdings blüht der nicht – hinzu gedichtet 😉

Aus der Zeitschrift „Lust am zeichnen“ entnommen,

und gleich auch als Aquarell versucht.

Dieses Bild habe ich aus dem Buch „Werkstatt zeichnen Blumen“ entnommen, und es mit anderen Mitteln umgesetzt.

 

Ich trage mal wieder nach …

Das war eine Übung in „Freude am Zeichnen“ – allerdings anderen Hintergrund gemacht.

Vorlage aus Pixabay.

Als es mal nicht ganz so heiß war – abends – habe ich schnell die Prachtscharte im Garten vorgezeichnet.

Heute habe ich diese Übung aus „Lust am Zeichnen“ gefertigt, dort war es allerdings ein Aquarell.  Meins ist jetzt wie immer: Farbstifte, Lamy und Pastellkreide.

Vielerlei …

Das war eine Übung aus einem Farbstiftbuch … (verschenkt, keine Ahnung mehr, welches es war.)

Eine reale Hibiskus Pflanze diente als Vorlage.

Da habe ich aus mehreren Prachtlilienbilder eins gemacht …

Diese Vorlage habe ich in einem Aquarellbuch gefunden: „Botanical Sketchbook“ von Mary Ann Scott

 

Heute gibt es von mir eine Schritt für Schritt Colorierung.

Zunächst einige Worte über die Zencolor moments Blöcke von TOPP. Da ich ja gleichzeitig auch das Buch von Johanna Basford „Mein Zauberwald“ coloriere, habe ich einen guten Vergleich. Also das Papier von den TOPP Blöcken lässt sich wesentlich intensiver einfärben, das kommt dadurch, da das Papier nicht so glatt ist, wie in der normalen Ausstattung von Basford. Es hat eine feine Papierstruktur und lässt dadurch den Auftrag von mehreren Schichten der Farbstifte zu. Selbst das spätere „burnishen“ (kommt später) verträgt das Papier, ohne dass ich es verletze oder durchdrücke.

  

Also das Motiv findet ihr in diesem Buch. Es gibt auch eine kurze Beschreibung zur Colorierung des Motivs in diesem Buch: Ausmalen wie ein Künstler von TOPP – doch meine Methode weicht mittlerweile vom Standard ab, so dass ich mir überlegt hatte – euch das einmal zu zeigen.

Auf geht es!

Ich werde euch zuerst die Bilder präsentieren und dann im Text beschreiben, was ich gemacht habe – viel Spaß 😀

Also zunächst färbe ich mit leichten Druck die erste Schicht Farbe auf das Papier, dabei ist eine starke Spitze vom Stift her nicht geeignet, weil ich mit mehr Fläche auftrage – ich nehme meist den Stift so wie er ist und bleibe auch beim Auftragen in der gleichen Position ohne den Stift zu drehen. Um so großer die Fläche zum Aufbringen der Farbe wird, um so schneller und leichter geht es dann. Ich verwende meist die Polychromos von Faber Castell – das helle orange ist die 109 „Chromgelb dunkel“.

Ebenso habe ich die grüne Farbschicht aufgetragen. 170 „Maigrün“.

Eine Farbstift Arbeit dauert seine Zeit, ich empfinde das Arbeiten mit den Stiften sehr beruhigend, fast wie eine Meditation, wer es schneller mag, sollte sich dann doch ein anderes Medium aussuchen. An diesem Kürbis habe ich knapp 3 Stunden gesessen.

So! Der erste Anstrich sitzt!

Der nächste Schritt beinhaltet eigentlich zwei Schritte, wobei man den zweiten Schritt kaum sieht. Zunächst habe ich mit gelb 107 „Kadmiumgelb“ die Blüten mit einen mittleren Druck ausgemalt, nicht ganz so fest, dass man keine weitere Farbe über das Gelb bekommt, aber doch so fest, dass man keine weitere Schicht gelb braucht. Ferner habe ich die Blätter vom Kürbis teilweise mit gelb coloriert, hier und da, sprich nie komplett, über dem Grün etwas Gelb am äußeren Rand aufgetragen.

Mit der Farbe 103 „Elfenbein“ habe ich einzelne Blattadern (man sieht oben die Blattadern, die vom äußeren Rand in die Mitte ziehen), mit extrem starken Druck nachgezogen, so 3 bis 4 pro Blatt. Das heißt hier habe ich geburnisht – so viel Farbe aufgetragen, so dass das Papier gesättigt ist und kaum noch Farbe aufnehmen kann, es sei denn man würde noch fester aufdrücken und das Papier verletzten – doch das möchten wir ja nicht 😉 ) Diesen Schritt sieht man an dieser Stelle nicht, wirkt sich aber später wunderbar aus; ihr werdet es sehen.

Auch ganz anders, als andere Anleitungen, zeichne ich nun den Schatten ein. Mit einen sehr dunklem Grünton, hier die 278 „Chromoxydgrün“, zeichne ich dann in kreisenden Bewegungen und mittleren Druck die Schatten ein: unten den Kürbisrand, und dort wo ein Blatt auf anderen Blättern aufliegt und auch in den Stielen das gleiche Prinzip. Dann habe ich den Kürbis schon sehr plastisch vor mir liegen und kann mein weiteres Tun sehr gut abschätzen, denn ich weiß direkt, wie es sich auswirkt. (Wenn ich diesen Schritt erst ganz zum Schluss mache, habe ich meist das Problem, das mein Bild insgesamt zu dunkel wird.)

Da das Licht, wie meist draußen, irgendwie diffus von oben kommt sind die Blätter in der Mitte am dunkelsten und am Rand heller, deshalb färbe ich sie mit einen mittleren Grünton und mittleren Druck ein: 167 „Permanentgrün oliv“. Die Stiele habe ich mit 173 „Olivgrün gelblich“ ziemlich fest ausgemalt. Diese gelblichen Grüntöne habe ich gewählt, damit sie zum gelblichen Rand der Blätter gut passen. Außerdem sind das m. M. n. die natürlichsten Grüntöne.

Jetzt kommt für die Blätter der anstrengendste Schritt, das Burnishen: Hierbei verwende ich wieder das Maigrün, eigentlich immer den hellsten Ton um die verschiedenen Töne mit einander zu vermischen, sprich die Grüntöne in unserem Beispiel. Dabei geht man mit festen Druck von der hellsten Stelle in kleinen kreisenden Bewegungen zu den dunkleren Bereichen. Und wie von Zauberhand lassen sich einige Blattadern nicht mehr kolorieren 😉 (Denn sie sind ja schon eingefärbt mit Elfenbein.) Das Vermischen nennt man auch blenden – dazu könnt ihr euch auch gerne bei YouTube diverse Videos ansehen. Burnishen heißt, so viel Farbe auftragen, bis das Papier gesättigt ist.

Jetzt habe ich einzelne Streifen des Kürbis in einem dunklen Orangeton geburnisht. 115 – „Kadmiumorange dunkel“.

Und den restliche Kürbis habe ich mit einen Lyra Stift (Lightorange) mit festen Druck eingefärbt. Ihr könnt auch die 113 „Lasurorange“ nehmen. Die Blüten habe ich mit beiden dunkleren Orangetönen am Blattgrün noch ein wenig nachgefärbt.

Fertig!

Mit diesem Schema kann man wunderbar die schönsten Ausmalmotive einfärben, das Motiv erhält Tiefe und Lebendigkeit.  Alles Liebe,

eure Krümel 😀